FDP-Kreistagsfraktion Märkisch-Oderland diskutiert Zukunft des Unternehmertums
Strausberg, 24. Juni 2026 – Unter dem Titel „Gründen, wachsen, weitergeben“ lud die FDP-Kreistagsfraktion Märkisch-Oderland Unternehmerinnen, Unternehmer und Interessierte zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Räumlichkeiten der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland mbH nach Strausberg ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zentralen Fragen des unternehmerischen Lebenszyklus: Wie gelingt eine erfolgreiche Gründung? Welche Voraussetzungen sind für nachhaltiges Wachstum notwendig? Und wie kann die Übergabe eines Unternehmens an die nächste Generation gelingen?
Durch das Programm führte der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Heiko Krause, der gemeinsam mit den Referenten aktuelle Herausforderungen und Chancen für Unternehmen in der Region beleuchtete.
Als Fachreferenten konnten Annett Schubert von der IHK Ostbrandenburg sowie Geschäftsführer Andreas Jonas von der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland gewonnen werden.
Annett Schubert hob insbesondere die zunehmende Bedeutung der Unternehmensnachfolge hervor. Der demografische Wandel stelle viele Betriebe vor große Herausforderungen, da immer häufiger geeignete Nachfolgerinnen und Nachfolger fehlten. Die IHK Ostbrandenburg gehe deshalb bereits aktiv auf Unternehmerinnen und Unternehmer ab einem Alter von 55 Jahren zu, um frühzeitig für das Thema Nachfolge zu sensibilisieren.
„Für eine erfolgreiche Unternehmensübergabe sollte ausreichend Zeit eingeplant werden“, betonte Schubert. Zur Unterstützung bietet die IHK unter anderem einen speziellen Nachfolge-Check an, der Betriebe bei der Vorbereitung des Übergabeprozesses begleitet.
Andreas Jonas stellte die Arbeit der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft vor. Die Gesellschaft betreibt zahlreiche zukunftsweisende Förder- und Infrastrukturprojekte in den Bereichen Technologie, Luftfahrt, autonome Systeme und digitale Logistik. Besonders erfreulich sei, dass die zugesagten Fördermittel aktuell bis zum Jahr 2029 gesichert seien und damit Planungssicherheit für wichtige Zukunftsprojekte bestehe.
Darüber hinaus wurden innovative Projekte wie „Jobadoo“ vorgestellt. Dabei arbeiten Menschen einige Tage im Monat in ganz anderen Bereichen als in ihren „normalen“ Jobs. Ein IT-Spezialist z.B. im Gartenbau oder eine Bürokauffrau als Straßenbahnfahrerin. Es ist keine ehrenamtliche Arbeit, sondern wird regulär bezahlt. Das Stic wirbt auch gezielt um polnische Arbeitskräfte mit Aushängen an der Ostbahn, um die wirtschaftliche Entwicklung entlang der Ostbahn-Achse weiter zu stärken.
Im anschließenden Austausch diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Frage, welche Unterstützung Unternehmerinnen und Unternehmer vom Landkreis erwarten und welche Rahmenbedingungen bereits gut funktionieren. Deutlich wurde dabei, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik entscheidend für die weitere positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Märkisch-Oderland ist.
Mit der Veranstaltung setzte die FDP-Kreistagsfraktion ein wichtiges Zeichen für die Stärkung des Mittelstandes und die Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft.
