FDP Märkisch-Oderland
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Immer mehr Schüler in MOL erhalten nicht ihre Wunsch-Schule

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2021/2022 nicht an der weiterführenden Schule ihrer Wahl aufgenommen wurden, liegt bei 96. Seit dem Schuljahr 2018/2019 (27) hat sich diese Zahl mehr als verdreifacht. Das ergab die Antwort des Kreises auf eine Kleine Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion. Die Frage wurde bereits im Juli eingereicht, aber erst im Oktober beantwortet.

„Das ist eine besorgniserregende Entwicklung“, erklärte Fraktionsvorsitzender Heiko Krause. „Wenn wir zum Vergleich nur das Schuljahr 2020/2021 heranziehen, hat sich die Zahl in einem Jahr fast verdoppelt. 2020/2021 erhielten 52 Schülerinnen und Schüler nicht ihre Wunsch-Schule. Wir befürchten im nächsten Jahr noch höhere Zahlen, weil die geplanten Schul-Neubauten nicht von heute auf morgen realisiert werden können. Die Zuweisung zu einer Schule, die die Kinder und Eltern nicht gewählt haben, ist in der Regel eine Festlegung bis zum Schulabschluss. Sie kann eine Trennung von bisherigen Klassenkameraden oder Geschwistern bedeuten. Lange Fahrzeiten für Schüler sind demotivierend und beinträchtigen das Lernen.“

Bei weiterführenden Schulen gibt es keine Schulbezirke wie bei Grundschulen. Die Eltern stellen für ihre Kinder einen Antrag mit Erst- und Zweitwunsch. Ist die Aufnahme wegen zu geringer Kapazität nicht möglich, müssen die Kinder weit fahren bzw. gefahren werden.

„Die Zahlen zeigen, dass die Versorgung mit weiterführenden Schulen im Kreis schnell verbessert werden muss. Die Entscheidung im letzten Kreistag für den Bau eines neuen Gymnasiums in Strausberg war richtig. Die Umsetzung des Schulentwicklungsplanes muss Vorrang vor anderen Aufgaben haben.“, sagte Krause.


3. November 2021

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