FDP Märkisch-Oderland
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Der Straßenausbau in Fredersdorf-Vogelsdorf schreitet weiter voran | Vor- und Nachteile sachlich abwägen

Raiko Lich, liberaler Gemeindevertreter für die Fraktion GFV (Gemeinsam für Fredersdorf-Vogelsdorf), hat sich im aktuellen Ortsblatt zum aktuellen Straßenausbau in seiner Gemeinde geäußert:

Am 24.09.2020 wurde durch die Gemeindevertretung der Straßenausbau für die Quartiere 11,12 und 13 beschlossen. Einzig der Ausbau einer einzigen Straße fand keine Mehrheit. Es waren sowohl in den Informationsveranstaltungen als auch in den jeweiligen Ausschüssen emotionale und sachliche Einwände und Abwägungen Für und Wider den Straßenausbau ausgetauscht worden. Sicherlich geht es um Geld, um viel Geld, das die Anwohner der jeweiligen Straßen bezahlen müssen. Dazu kommt die zu recht empfundene Ungerechtigkeit, dass die Ausbaukosten für Bestandsstraßen durch das Land getragen werden, Kosten für die Neuerschließung dagegen nicht. Die einen Anwohner zahlen also nichts, die anderen dagegen 90 Prozent der Gesamtkosten. Unter diesem Aspekt kam es zu durchaus nachvollziehbarem Widerstand einiger Zahlungspflichtiger. Ungerecht wäre es aber auch, den Willen derer zu ignorieren, die den Ausbau dennoch wollen oder in der Vergangenheit bereits für den Straßenbau gezahlt haben.

Aber halten wir mal die Vorteile einer ausgebauten Straße dagegen. Dabei muss auch beachtet werden, dass die Anliegerstraßen als sogenannte Mischverkehrsflächen errichtet werden. Dass heißt, es finden alle Verkehrsformen dort statt. Und anders als befürchtet, wird es nicht zu mehr Fahrzeugverkehr führen, sondern vor allem zu einer sichereren Nutzung durch die schwächeren Verkehrsteilnehmer.

Im Detail:

  1. Kranken- und Rettungsfahrzeuge haben einen besseren und schnelleren Zugang!
  2. Bessere Beweglichkeit für körperlich beeinträchtigte Einwohner!
  3. Fußgänger und Radfahrer bewegen sich sicherer und deutlich komfortabler!
  4. Erhöhte Schulwegsicherheit auf befestigten und beleuchteten Wegen!
  5. Bessere und sichere Ableitung von Regenwasser!
  6. Matsch an Regentagen und Staub bei anhaltender Trockenheit sind Geschichte!
  7. Wertsteigerung der Grundstücke!

Das alles musste berücksichtigt werden, um eine sachliche Entscheidung treffen zu können. Die Straßen unserer Gemeinde sind zu gut 80 Prozent ausgebaut und in gutem Zustand. Wir halten es deshalb für erstrebenswert auch die letzten 20 Prozent zu erneuern. Am Ende überwiegen doch die Vorteile. Es kann doch niemand wirklich wollen, dass wir einen Straßenbelag der zu Vorwendezeiten Standard war, für erhaltenswert befinden.

Wir alle wohnen in der Gemeinde, benutzten ausgebaute und auch nicht ausgebaute Straßen, wir alle wollen für unsere zukünftige Generation das Beste und dazu zählen auch gut ausgebaute Straßen. Wir als Fraktion GFV werden auch in Zukunft für den Straßenausbau stimmen, um die Attraktivität unserer Gemeinde weiter zu steigern.

Raiko Lich
Fraktion Gemeinsam für Fredersdorf-Vogelsdorf


25. Oktober 2020

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